Neu: Kurzgeschichten

Extra kurze Kurzgeschichten, Short-Shorts. So kurz kann keine Verspätung bei den Öffis sein, dass man nicht mindestens eine der Short-Shorts schafft.

Aktuell: ➥ Der Schwarze Stein und ➥ Die Werkstatt



Geh' doch raus und guck's dir an!


»Geh' doch mal raus und guck's dir an!« Habe ich getan. Das Ergebnis wird den Ratgebern aber nicht gefallen.
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Mit der Bahn gefahren bin ich und anschließend im ÖPNV. Nun sitze ich nicht nur alleine vor dem PC, ich bin schon täglich beruflich außer Haus und einige Hobbies habe ich auch. Zuletzt mit der Bahn in Deutschland und mit dem ÖPNV unterwegs war ich allerdings vor Corona. Früher bin ich knapp zehn Jahre beruflich jeden Tag mit der Bahn gependelt, seit ich aber nicht mehr in der großen Stadt arbeite, bin ich doch wieder auf das Auto angewiesen, weil der ÖPNV auf dem Land zu wünschen übrig lässt.

Also war ich drei Tage mit Bus und Tram unterwegs und zuvor auch im ICE und ja, es war erhellend. Überall traf ich auf freundliche, manchmal müde Menschen, die aufeinander Rücksicht nahmen, den Älteren in der Tram Plätze anboten, sich gegenseitig Türen aufhielten, beim Ein- oder Aussteigen halfen. Insgesamt ein großes Miteinander, schlimmstenfalls von manchen ein Nebeneinander. Aber niemals Aggression oder Feindseligkeit, gleich welcher Herkunft oder Hautfarbe die Menschen waren, die hier miteinander lebten. Und jetzt die Überraschung, ich war in Rostock unterwegs, das viele von uns noch durch brennende Asylbewerber-Unterkünfte in Erinnerung haben.

Es war nirgends so, wie die Blauen es uns weismachen wollen, wenn sie sagen: »Geh' doch raus, dann siehst du es!« Es würde wahrscheinlich helfen, wenn auch die AfD-Freunde ihre virtuelle und schließlich reale Blase mal verlassen würden und sich das Land »draußen« wirklich einmal anschauen. Bis dahin machen wir doch einfach so hilfsbereit weiter, minander und lassen uns von den Blauen nicht Bange machen. Ja, geht raus, schaut es euch an, und verlasst euch nicht auf die blaue Hetze im Netz!

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Die Regierung kann nur damit arbeiten, was wir liefern.

Und was wir liefern ist unter aller Kanone!

Man kann von der derzeitigen Regierung in Berlin halten, was man will. Das kann man aber von jeder Regierung zu jeder Zeit. Ich halte sie jedenfalls nicht für besonders prickelnd und fähig. Letztlich aber kann jede Regierung nur mit dem arbeiten, was das Land, das Volk ihr zur Verfügung stellt. Und das ist unter aller Kanone. Über Politiker, die nicht weiter als bis zur nächsten Wahl denken, kann und sollte man sich aufregen. Nur bleibt die Frage, warum sie so kurzfristig denken. Weil wir das so wollen!

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